Nächster Halt: Bosporus

Wie ihm berühmtem Lied „Heute fährt die 18 bis nach Istanbul“  zitiert war
auch der nächste Halt für acht Mitglieder des BVB Fanclubs Treue Hammer
e.V.: Istanbul! Verschiedene Routen wählten wir dabei. Sogar eine Route über
Kiew trauten sich zwei Mitglieder unseres Fanclubs zu. Da Istanbul als
europäische Metropole natürlich mehr verdient hat als nur einen Besuchstag
reisten wir bereits am Dienstag in die Stadt die Asien und Europa trennt.
Nachdem Pflichtprogramm des sightseeing bestehend aus Hagja Sophia und
blauer Moschee versuchten wir uns auch etwas am Handeln und besuchten den
Kapalı Çarşı was im deutschen übersetzt großer Basar bedeutet. Am Abend
widmeten wir uns aber wieder ganz dem Fußball um 21:45 Uhr hieß es nach
Istanbuler Ortszeit Anstoß zur UEFA Championsleague.In einer netten kleinen
Bar fühlten wir uns direkt wohl und schlossen Kontakte mit Fans aus Zürich
die am folgenden Tag ebenfalls das Spiel unserer Borussia begrüßten. Nach
kurzer Zeit stellte sich dann auch noch heraus, dass wir eine Besiktas
Fankneipe erwischten die uns unmittelbar die besten Wünsche für das morgige
Spiel zusprachen. Tief in der Nacht ins Bett gefallen stand am folgenden Tag
alles im Zeichen von Borussia. Matchday. Borussia International. Endlich.
Nach einem ausgiebigen türkischen Frühstück machten wir uns auf den Weg zum
Bosporus um mit einem Boot den Weg ins gegenüberliegende Besiktas zu
bewältigen (von dort wurde der Bustransfer in das Atatürk abgewickelt). Die
Bootstour stellte sich zunächst als ungünstig heraus, denn die Fähren fuhren
erst ab 17:00 Uhr Ortszeit. Nach kurzer Verständigung mit einem türkischen
Bootstouren Anbieter wurde uns allerdings eine absolut unantastbare
Alternative geboten. „Private“ nannte der türkische Chef die angebotene
Bootstour. Da konnte nur noch niemand damit rechnen, dass wir ein Boot,
geeignet für ca. 70 Gäste, zu siebt besuchen sollten. So ging unser Plan
Besiktas pünktlich zu erreichen perfekt auf und wir erlebten nebenbei den
Bosporus noch hautnah. Vorbei an einigen Luxushotels und Kreuzfahrtschiffen
und der ein oder andere Borussia-Wechselgesang mit Nachbarbooten stimmte uns
auf das Spiel des BVB ein. In Besiktas angekommen war Istanbul dann
endgültig schwarz und gelb. Am Treffpunkt versammelten sich schon ca. 1500
Dortmunder die von dort um kurz nach 19:00 Ortszeit den Weg Richtung Arena
angetreten haben. Wer nun glaubt, dass es keine Steigerung zum Glaskasten
aus GE gibt der sollte eines besseren belehrt werden. Der Gästeblock in Gala
hatte 4 Meter hohe Plexiglas-Elemente zu bieten gepaart mit einem Spannnetzt
über und neben dem Block. Das war ähnlich atemberaubend wie die Stimmung die
der Gastgeber vor dem Spiel zu bieten hatte. Der Gedankte Stimmungsmäßig
hier keine Chance zu haben kam da schon mal kurz auf. Jedoch präsentierte
sich der schwarz-gelbe Anhang besonders in der ersten Halbzeit in Höchstform
und immer wieder wurden laute Gesänge von uns mit Pfiffen der Heimfans
bedacht. Mensch, mehr pushen konnte man uns auch wirklich nicht. Der
perfekte Spielverlauf tat dort sicherlich sein übriges. Nach dem Spiel
warteten wir standesgemäß die Blocksperre ab, inkl. Bustransfer zurück nach
Besiktas war es mittlerweile schon 1:00 Uhr Ortszeit. Da wählten wir zügig
das „Taksi“ um zurück über den Bosporus in unserer Hotelnahe Region
zukommen. Dort war es nämlich ziemlich ruhig und hier konnten wir jeglichen
Gala-Fans aus dem Weg gehen. Gerade wieder an der blauen Moschee angekommen
wurden wir schon vom Wirt unserer „Dienstagskneipe“  mit Glückwünschen
empfangen wurden. Dort trafen wir dann auch wieder unserer Bekanntschaften
aus Zürich, somit stand uns eine lange Nacht bevor. Die Bar ohne
Öffnungszeiten hielt ihre Pforten bis 7:30 Uhr offen und wir genießten
einfach nur eine traumhafte Nacht von Istanbul. Es bleibt das Fazit, dass
wir in einer sehr gastfreundlichen Metropole zu Gast waren die wir jedem nur
ans Herz legen können.

Istanbul